Jardin des Rêves
Jardin des Rêves (Garten der Träume) ist ein empowering sozio-kulturelles Animations- und Community-Development-Programm mit und für Menschen in prekären Lebenslagen. Es wurde zunächst für die soziale Zielgruppe von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung initiiert und wird seitdem von der Künstler*in und Sozialdesigner*in IPek geleitet. Im Zentrum stehen Frauen, Familien, Jugendliche und junge Erwachsene, die in einer vertrauten Atmosphäre von kreativen Workshops und gemeinschaftlichen Wandmalprojekten zusammenkommen, um persönliche Stärkung der Selbstwirksamkeit durch Kunst und Handwerk zu erfahren. Seit seiner Gründung 2022 hat es in unterschiedlichen Kooperationsformen stattgefunden, meist mit Organisationen von Menschen mit Fluchterfahrung in Basel, Athen, Aarau und Zürich. Mit seiner bunten Palette an Aktivitäten – wie Open Calls für Motive, Community Paintings und Percussion-Workshops – schafft Jardin des Rêves temporäre Räume, die Menschen ermöglichen, sich gestärkt und verbunden zu fühlen.
Jardin des Rêves stammt aus IPeks Erfahrung in sozialer Kunst und Aktivismus für Menschen mit Fluchterfahrung. Schon in ihren frühen Jahren als Street Artist organisierte IPek lokale Gemeinschaften rund um ihre Wandmalereien. Sie arbeitete mit Schulen und Jugendlichen, Menschen, die auf der Strasse leben, sowie lokal engagierten Einwohner*innen in kleinen Städten und Metropolen. Alles, was sie aus diesen verschiedenen gemeinschaftlichen Kunsterfahrungen gelernt hat, bildet die Grundlage für die Workshops, die sie mit Gruppen von Menschen mit erschwertem Zugang zu Ressourcen durchführt.
Jardin des Rêves lässt zwei Arten von Erlebnissen entstehen.
Die Handwerks-Workshops finden um einen Tisch herum statt. Wir alle brauchen einen Ort, an dem wir mit unseren Gedanken allein sein können, um die Herausforderungen unseres Lebens zu verarbeiten. Besonders bei erzwungener Migration, die oft von Traumata begleitet wird. Die Workshops von Jardin des Rêves sind darauf ausgelegt, Gemeinschaft zu entwickeln und gleichzeitig persönliche Rückzugsmöglichkeiten zu bieten – durch konzentriertes Arbeiten an Handwerksaktivitäten wie Perlen, Malen oder Nähen. Ziel ist es, einen temporären intimen Raum für Menschen zu schaffen, die nur eingeschränkten Zugang zu solchen persönlichen Räumen haben. Die Workshops sind nicht nur entspannend, sondern inspirieren Menschen in Bewegung, ihre eigene Privatsphäre zu gestalten, indem sie einer Aktivität nachgehen, die wenig Platz und Material benötigt.
Die gemeinschaftlichen Wandmalprojekte sind um eine Wand herum organisiert. Sie haben das Ziel, eine temporäre Gruppe zu schaffen, in der jede*r eine Rolle in einer gemeinschaftlichen Aktion übernimmt. Menschen in Not haben oft keine spezifische Rolle in der Gesellschaft. Sie haben keine Arbeit und keinen Haushalt, um dort Rollen zu übernehmen. Ein Wandbild dient wie ein Theater: Es schafft ein Team mit Zielen, Rollen und einem sichtbaren, freudigen Ergebnis. Es zeigt, dass unsere Gesellschaft jede Art von Menschen braucht: diejenigen, die Wasser und Essen bringen, diejenigen, die die Farben mischen, Kinder, die lachen, und ältere Menschen, die sitzen und diskutieren, während andere malen.
Das wichtigste Ziel ist es, Menschen mit erschwertem Zugang zu Ressourcen willkommen zu heissen und ihr Selbstvertrauen zu stärken, indem ihre Kreativität in einem sicheren Raum gefördert wird. Die gemeinsame Zeit unterstützt den Austausch von Gedanken und Ideen, getragen von einer flexiblen Struktur von Arbeitsteilung und Wissensaustausch.
Möchten Sie IPek zu einem Vortrag über Jardin des Rêves einladen oder ein gemeinschaftliches Designprojekt in Ihrem Waisenhaus, Sozialzentrum, Festival, Jugendgefängnis oder Ihrer kulturellen Institution durchführen?
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Dieser Bereich wird derzeit überarbeitet. Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Jardin des Rêves folgen bald.
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